Vergleich Akkordzither / Tischharfe (Harmonieharfe, Veeh-Harfe, Zauberharfe)

Akkordzither oder Tischharfe – was eignet sich für mich am besten? (Zu anderen, oft gestellte Fragen geht es hier!)

Gemeinsamkeiten von Akkordzither und Tischharfe

Bei beiden Instrumenten handelt es sich um flache Kästen, die mit frei schwingenden Saiten bespannt sind, die mit den Fingern gezupft werden. Damit gehören sie alle zur Familie der Zithern. Ebenfalls haben sie beide gemeinsam, dass man spezielle Unterlegnoten unter die Saiten schiebt. Diese erlauben auch dem musikalischen Laien, ohne Vorkenntnisse auf dem Instrument zu musizieren. Die Noten für Tischharfe lassen sich nicht für die Akkordzither verwenden und umgekehrt.

Akkordzither (Hopf)

Wie auf den Bildern zu erkennen ist, sind die Saiten der Akkordzither auf der linken Hälfte des Instruments zu Akkorden (das sind harmonisch aufeinander abgestimmte Töne) gebündelt, wobei die dicken Saiten die Basssaiten sind. Es gibt Akkordzithern  mit nur  3 Akkorden, aber auch welche mit bis zu 12 Akkorden.

Rechts befinden sich die Melodiesaiten. Das abgebildete Instrument ist die am meisten verbreitete Form und verfügt über 6 Akkorde.

Tischharfen haben dagegen nur Melodiesaiten.

Damit Sie die Eigenschaften von Tischharfe und Akkordzither vergleichen können, hier eine stichpunktartige Aufzählung der Merkmale:

Tischharfe (Harmonieharfe, Veeh-Harfe, Zauberharfe):

  • nur Melodiesaiten – keine Begleitung durch Akkorde möglich
  • leichte Spielbarkeit – auch für Menschen mit Einschränkungen gut spielbar
  • größere Noten und größerer Saitenabstand als bei der Akkordzither
  • sehr gut geeignet für das Musizieren in der Gruppe, das Spiel allein zu Hause klingt etwas “dünner” als das Spiel der Akkordzither
  • voll chromatisch, d.h. die Unterlegnoten können verschoben werden, um durch eine höhere oder tiefere Tonart z. B. ein leichteres Mitsingen zu ermöglichen
  • sehr geeignet für Menschen mit und ohne Einschränkungen und alle, die noch nie ein Instrument gespielt haben

Akkordzither:

  • Melodiesaiten und Akkordsaiten – volltönender Klang durch das Anschlagen mehrerer Saiten gleichzeitig
  • Leicht, aber dennoch etwas schwieriger zu spielen als eine Tischharfe; erfordert gute Auge-Hand Koordination, nicht geeignet für Menschen mit Einschränkungen
  • kleinere Noten und kleinere Saitenabstände als bei der Tischharfe
  • sehr gut geeignet für das Spiel allein zu Hause, bedingt geeignet für das Spielen in der Gruppe*
  • Noten können nicht verschoben werden, die Auswahl der Tonarten ist durch die vorgegebenen Akkorde eingeschränkt – manche Stücke sind deshalb zu hoch oder zu tief zum Mitsingen
  • der Schwierigkeitsgrad der Akkordbegleitung kann  je nach Bedarf angepasst werden (die Akkorde können zugunsten von Begleittönen in der Melodie auch ganz weggelassen werden) – dadurch mehr Variationen möglich als auf der Tischharfe
  •  sehr geeignet für Einsteiger und besonders auch für musikalisch Interessierte, die bereits Tischharfe oder ein anderes Instrument spielen und sich eine neue Herausforderung wünschen

*Das Spiel der Akkordzither in der Gruppe sieht in der Praxis meist so aus, dass die sehr guten Spieler die Akkorde mitspielen, während die weniger sicheren Spieler sich auf die Melodiesaiten beschränken und die Akkorde weglassen. Das ist auch gut so, denn wenn alle Spieler die Akkorde spielen würden, würde man die Melodie kaum noch hören.

Hier geht es zu unseren Noten für Akkordzither – mit Videos zum Akkordzitherspiel.

 

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