Akkordzithern

Akkordzithern gibt es schon sehr viel länger als Tischharfen. Sie waren schon vor dem 1. Weltkrieg sehr beliebt als unkompliziertes Instrument für die Hausmusik. Sie werden ebenfalls mit Unterlegnoten gespielt und bieten die Möglichkeit, die Melodie mit Akkorden zu begleiten.

Sie spielen Tischharfe (Harmonieharfe, Veeh-Harfe oder Zauberharfe) und interessieren sich für die Akkordzither? Klicken Sie  hier!

ModelleAkkordzither Hopf 6 Akkorde

Während das Angebot bei den Tischharfen recht überschaubar ist – es gibt diverse Modelle, die aber alle vom Prinzip her gleichartig sind und sich vor allem aufgrund der Anzahl der Saiten unterscheiden – ist es bei den Akkordzithern anders: Hier gibt es mehrere verschiedene Typen. Sie unterscheiden sich z. B. hinsichtlich

  • der Anzahl der Akkorde (3 – 12 Akkorde)
  • der Anzahl der Saiten pro Akkord (4 oder 7 Saiten)
  • der Anzahl der Melodiesaiten (21, 25, 30 oder mehr Saiten bei einfacher Besaitung)
  • einfacher (Gitarr-) oder doppelter (Mandolin-) Besaitung im Bereich der Melodiesaiten
  • der Anordnung der Akkorde (alt hergebrachte Anordnung oder neue und sinnvolle Anordnung nach dem Quintenzirkel)
  • dem Vorhandensein von Moll-Akkorden oder von Vorrichtungen, die das Spielen von Moll-Akkorden ohne Umstimmen ermöglichen
  • der Chromatik (bei manchen Akkordzithern mit 21 Melodiesaiten fehlen bestimmte Halbtöne – das sind beim Klavier die schwarzen Tasten)

Einen Vergleich der Merkmale von Tischharfe und Akkordzither finden Sie hier.


Akkordzither mit 6 Akkorden und 25 Doppel-MelodiesaitenAkkordzither mit 5 Akkorden und 25 MelodiesaitenDetailansicht Akkordzither

Oben einige alte Akkordzithern: ein Modell mit  25 doppelten Melodiesaiten und 6 Akkorden mit jeweils 7 Akkordsaiten (siehe auch Detailbild), ein Modell mit 5 Akkorden und 25  einfachen Melodiesaiten.

Alle diese Instrumente verfügen noch nicht über die Akkordanordnung nach dem Quintenzirkel, die die Spielbarkeit wesentlich erleichtert.


Schauen Sie sich hier ein interessantes Video an, das zeigt, was auf einer Akkordzither möglich ist (sehr, sehr viel Übung aber vorausgesetzt). Etienne de Lavaulx aus Australien spielt hier – mit ungewöhnlicher Spielhaltung und ohne Unterlegnoten –  das Lied “Wayfaring Stranger” auf einer alten deutschen Akkordzither mit Mandolinbesaitung, wobei er im Verlauf des Liedes die Akkordbegleitung so variiert,  dass sie sich fast wie eine Gitarrenbegleitung anhört.

 

 

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