Notenschrift für Veeh-Harfe, Zauberharfe und andere Tischharfen

Ein Wort zu unserer Notenschrift

Die Formulierung „unsere Notenschrift“ geht eigentlich schon an der Sache vorbei. Die von Unterlegnoten.de verwendete Notenschrift ist nämlich schlicht die Notenschrift: Allseits bekannt und seit Jahrhunderten bewährt, gewährleistet sie eine eindeutige Unterscheidbarkeit der verschiedenen Notenwerte durch Notenhälse und Fähnchen.

NoteAus Erfahrung können wir sagen, dass Ihnen keine Umstellungsschwierigkeiten entstehen, auch wenn Sie bisher vielleicht nur nach Noten gespielt haben, die lediglich aus Notenköpfen bestehen. Probieren Sie es mit Hilfe unserer Notenblätter zum kostenlosen Download aus!

Notenwerte

Da die Begleittöne verschieden lang sein können, je nach der Dauer des Melodietons, den sie begleiten, führten wir ein neutrales Symbol für den Begleitton ein.

Im Folgenden können Sie etwas ausführlicher lesen, was uns dazu bewogen hat, der traditionellen Notenschrift treu zu bleiben:

Andere Notenschriften für die Tischharfe

Tischharfen wurden zum Teil zunächst für behinderte Menschen konzipiert. Es sollte ein einfach zu spielendes Instrument sein. Entsprechend wurde auch die Notenschrift einfach gestaltet, nämlich in Form von gefüllten / nicht gefüllten Notenköpfen verschiedener Größe. Die Notenhälse und Fähnchen wurden weggelassen.

Spielt man nach diesen Noten, stellt man fest, dass sich die Notenwerte nicht gut unterscheiden lassen. Die Ganze Note sieht beispielsweise genauso aus, wie die Halbe Note und unterscheidet sich nur hinsichtlich ihrer Größe von dieser. Gleiches gilt für Viertelnoten mit Achtel- bzw. Sechzehntelnoten. Hat man keinen direkten Größenvergleich, wenn z.B. im Stück nur Halbe und gar keine Ganzen Noten vorkommen, wird es schwierig, zu entscheiden, welchen Notenwert man denn nun vor sich hat.

Aus folgenden Gründen verwenden wir die herkömmliche Notenschrift:

  • Sie ist den meisten Menschen von Kindheit an vertraut, auch wenn sie sie nicht zu lesen gelernt haben.
  • Die Notenwerte lassen sich dank Notenhälsen und Fähnchen gut unterscheiden. Eine genaue Notation und entsprechend gute Lesbarkeit unterstreicht die Wichtigkeit des Einhaltens der Notenwerte für ein musikalisch ansprechendes Ergebnis, besonders wichtig in Ensembles.
  • Auf der Tischharfe erworbene Kenntnisse der Notenwerte können leicht wieder auf andere Bereiche übertragen werden (z. B. beim Singen nach Noten oder dem Erlernen eines anderen Instruments).
  • Eine Überforderung behinderter Menschen findet nicht statt, da diese meist in erster Linie auf die Position der Note unter den Saiten achten und ansonsten nach Gefühl spielen. Lange und kurze Noten sind durch gefüllte / nicht gefüllte Notenköpfe aber auch für sie gut zu unterscheiden. Warum soll man behinderten Menschen das Erfolgserlebnis vorenthalten, nach „richtigen Noten“, auf die man auch im Alltag trifft (z.B. im Schulbuch oder im Kirchengesangbuch etc.), spielen zu können?
  • Tischharfen werden auch in Altenheimen und in der Pflege und Betreuung Demenzkranker eingesetzt. Für diese Menschen ist es überaus wichtig, in ihrer Welt, die vom Vergessen geprägt ist, Vertrautes zu finden. Deshalb macht es auch hier überhaupt keinen Sinn, etwas Altbekanntes wie die Notenschrift durch etwas Neues, vermeintlich Einfacheres, ersetzen zu wollen.